Es ist gesellschaftliche Pflicht, für ausreichend Wohnraum zu sorgen. Vor ca. 30 Jahren genügten im Mittel 35 qm Wohnfläche pro Einwohner, heute sind es 47 qm – eine Zunahme um 34 %. 14,6 % der Landesfläche sind Siedlungs- und Verkehrsfläche – mit steigender Tendenz.
Der Flächenverbrauch bedroht die Landwirtschaft und die Natur. Deshalb sollte auch unsere Stadt Leitlinien für die Entwicklung von Wohn- und Siedlungsflächen beachten:
- Wohnbau sollte Naturflächen sparen und bevorzugt Flächen im Innenbereich nutzen, z.B. Altbaubestände, Gewerbebrachen, Baulücken.
- Neubau sollte überwiegend verdichtet stattfinden: Der Geschosswohnungsbau verbraucht 70-100 qm Landfläche pro Wohnung, bei Einfamilienhäusern sind es 500-800 qm – es wird eng in unserem dicht besiedelten Land.
- Wald- und Naturschutzflächen, aber auch Streuobstflächen sollten Tabu bleiben, denn Tiere und Pflanzen brauchen Schutzräume und der Mensch Erholungsflächen.
- Straßen- und Verkehrsflächen sind zu minimieren, Parkplätze gehören in den Untergrund.
- Die Stadt sollte die Folgekosten beachten: Die städtische Infrastruktur muss in die Bauplatzpreise eingerechnet werden. Die öffentlichen Unterhaltskosten pro Einwohner sind für Einfamilienhaussiedlungen etwa 8-10x höher als für verdichtete Wohnbebauung.
- Unsere Stadt braucht ausreichend sozialverträgliche Wohnungen.