Unserer Stadt geht es finanziell nicht gut und der Haushalt ist auf Kante genäht. Die anstehenden Aufgaben übersteigen die Leistungskraft unserer Kommune und viele Investitionen sind aufgeschoben.
Die Corona-Pandemie hatte höhere Ausgaben und geringere Einnahmen z.B. im Bad Blau zur Folge. Der Ukraine-Krieg führt zu weiteren Belastungen. Der Haushaltsplan 2022 geht nur dann auf, wenn die geplanten Einnahmen z. B. aus Grundstücksverkäufen umgesetzt werden können.
Folgende Aspekte verdienen besondere Aufmerksamkeit:
- Geplante und begonnene Projekte müssen konsequent abgearbeitet werden, Pflichtaufgaben wie Kinderbetreuung, Schulen, Hochwasserschutz, Feuerwehr u.a. haben Vorrang.
- Die dramatisch steigenden Energiekosten und die Klimakrise erfordern konsequente Gebäudesanierung (auch des Rathauses) und Kreativität beim Energiesparen. Warum nicht die nächtliche Straßenbeleuchtung minimieren?
- Über 700 Menschen haben in Blaustein ihren Zweitwohnsitz und profitieren von unseren öffentlichen Leistungen. Eine Zweitwohnungssteuer könnte Abhilfe schaffen.
- Optimiertes Parkplatzmanagement kann Ausgaben reduzieren und Einnahmen generieren.
- Verdichtete Wohnbebauung vor allem in zentralen Siedlungslagen vermindert die öffentlichen Folgekosten.