Auch im Winter ist der Klimawandel spürbar. Der heiße Sommer und die Starkregenereignisse lassen erahnen, was kommt. Forscher*innen können die Veränderungen bis 2050 relativ präzise voraussagen:
- In den Städten sind 45°C an Sommertagen zu erwarten.
- Die Hitze trocknet die Böden aus, die Tiefenfeuchtigkeit fehlt, der Grundwasserspiegel sinkt. Derzeitige Wälder wird es vielerorts nicht mehr geben.
- Pro 1 °C Wärme kann die Luft um 7 % mehr Wasser speichern. Dies führt zu Starkregenereignissen.
- Die Hitze verändert Tier- und Pflanzenwelt.
- Tropenkrankheiten wie Denguefieber und Malaria werden Fuß fassen.
Diese gut fundierten Prognosen erfordern vorausschauendes Handeln:
- Gut isolierte öffentliche Gebäude sind sommers und winters vorteilhaft.
- Klimataugliche Bäume und Fassadenbegrünung sind in der neuen Stadtmitte unbedingt mit einzuplanen. Straßenbäume gehören auch in die Siedlungsflächen.
- Hochwasserschutzmaßnahmen entlang der Blau sollten bald umgesetzt werden.
- Der Blausteiner Stadtwald muss Schritt für Schritt klimatauglich umgebaut werden.
- Asphalt speichert Hitze. Die Minimierung der versiegelten Flächen schafft ein besseres Mikroklima und lässt Regen ins Grundwasser eindringen.
- Ökolandbau fördert den Humusaufbau, und Humus speichert Wasser. Gemeindeeigene Landflächen sollten deshalb ökologisch bewirtschaftet werden.