Straßenbeleuchtung vermittelt ein Gefühl von Sicherheit. Aber es gibt weitere Aspekte zu bedenken:
- Straßenbeleuchtung kostet Geld: In 2022 sind 330.000 € Stromkosten in Blaustein dafür eingeplant – Tendenz steigend. Installation, Kontroll- und Wartungsaufwand kosten zusätzlich.
- Der Energieverbrauch belastet das Klima.
- An Straßenlaternen verenden viele Insekten.
- Nächtliches Licht stört den Schlaf, stressbedingte Erkrankungen werden häufiger.
- Die „Lichtverschmutzung“ raubt den Blick auf den nächtlichen Sternenhimmel.
- Verschiedene Studien überraschen: Straßenbeleuchtung vermindert nicht die Unfallgefahr und sie reduziert nicht die Kriminalität (in einer beleuchteten Straße braucht ein Einbrecher keine Taschenlampe!)
Die Frage lautet: Wieviel Licht brauchen wir tatsächlich? Wir schlagen folgende Leitlinien für die Straßenbeleuchtung vor:
- Grundsätzlich stromsparende LED-Leuchten.
- Leuchten sollten nach oben schalenförmig abgeschirmt sein, so dass alles Licht im Leuchtschirm reflektiert wird und ausschließlich Straße und Fußgängerweg beleuchtet. Das reduziert Lichtverschmutzung und Energiekosten.
- Straßenleuchten sollten dimmbar sein, denn grelles Licht blendet.
- Warm-weiß-gelbliches Licht (maximal 2.700 Kelvin) ist besser für Insekten.
- Früheres Abschalten der Straßenbeleuchtung spart Energie und Kosten.