Vor Ort in Blaustein: Wärmepumpe im Bestand

Eine Menschengruppe steht vor einem Haus und diskutiert. Im Vordergrund ist die im Vorgarten platzierte Außeneinheit einer Wärmepumpe zu sehen.
Besichtigung einer Wärmepumpe im Pfaffenhau Ost, Foto: J. Alexeew

Ist mein Haus für den Einbau einer Wärmepumpe geeignet? Was für Kosten kommen auf mich zu, was für Fördermöglichkeiten gibt es? Worauf muss ich bei der Planung achten, und was für Alternativen kommen in Betracht? Solche Fragen stellen sich gerade viele Hausbesitzer*innen, die Verunsicherung ist groß – nicht zuletzt aufgrund einer nicht immer sachlich geführten Debatte über die richtige Strategie, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern weiter zu reduzieren.

Aus diesem Grund versammelte sich am 6. Mai eine Gruppe interessierter Blausteinerinnen und Blausteiner am Ort einer neu installierten Wärmepumpe, die in einem 20 Jahre alten Wohnhaus im vergangenen Winter in Betrieb genommen wurde. Besitzer Tim Pietzcker und Energieberater Johannes Alexeew, beides Kandidaten für den Blausteiner Gemeinderat, standen eine gute Stunde lang für alle Fragen zur Verfügung.

Fazit bisher: Der Umstieg von Gas hat funktioniert, obwohl das Haus weder den neuesten Standards bezüglich Dämmung entspricht, noch mit Fußboden- oder anderen Flächenheizungen ausgestattet ist – auch ohne Austausch der Heizkörper musste niemand im Kalten sitzen. Bei einer geschätzten Jahresarbeitszahl zwischen 3,5 und 4 (in etwa: pro kWh Strom erzeugt die Wärmepumpe 3,5 bis 4 kWh thermische Energie) dürften die jährlichen Energiekosten deutlich sinken, zumal die bereits vorhandene PV-Anlage nun noch besser ausgenutzt werden kann und mehr Solarstrom selbst genutzt wird, anstatt ihn einzuspeisen.

Aber bei jedem Haus gibt es zahlreiche Variablen zu beachten – mögliche Position der Außenanlage, insbesondere was Abstandsregeln zu benachbarten Grundstücken betrifft, Dimensionierung der Anlage und der Warmwasserspeicher, Bedingungen für die Förderung und vieles mehr. Hier konnte Johannes Alexeew die gestellten Fragen beantworten und manchen Zweifel ausräumen. Die Diskussionen werden sicher weitergehen, vielleicht ja auch an unserem Infostand auf dem Blausteiner Markt ab dem 17. Mai, aber sie können in der Zuversicht geführt werden, dass die Zukunftstechnologie Wärmepumpe sehr solide in der Gegenwart angekommen ist.

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